Lymph­ödem und Li­pö­dem

Gewebeschwellungen, die durch Flüssigkeits­einlagerungen entstehen, werden als Lymphödem bezeichnet. Ein Lipödem ist dagegen eine Fettverteilungs­störung.

Bei einem Lymphödem staut sich Lymphe, eine Gewebsflüssigkeit, in den Lymphbahnen. So kommt es zu Wassereinlagerungen und den charakteristischen Schwellungen. Selten ist die Ursache eine angeborene Erkrankung des Lymphsystems (primäres Lymphödem). Meistens handelt es sich um ein sekundäres Lymphödem. Dies entsteht durch Verletzung der Lymphbahnen durch Operationen oder die Entfernung von Lymphknoten (z. B bei einer Brustkrebserkrankung) sowie auch als Folge einer Strahlentherapie. Während Lymphödeme im Anfangsstadium meist keine Beschwerden verursachen und Schwellungen von selbst zurückgehen, kommt es ohne Therapie im weiteren Verlauf oft zu Schmerzen, Schwellungen bleiben, die Haut verhärtet und vernarbt

Symmetrische Vermehrung von Fettgewebe 

Von einem Lipödem, für das genetische und hormonelle Ursachen vermutet werden, sind fast ausschließlich Frauen betroffen. Es kann, muss aber keineswegs mit Übergewicht einhergehen. Bei der Fettverteilungsstörung vermehrt sich Fettgewebe symmetrisch, meistens an den Oberschenkeln („Reiterhosen") und im Hüftbereich, aber auch Unterschenkel und Arme können betroffen sein. Typisch für ein Lipödem sind ein zunehmender Spannungs- und Druckschmerz, die Neigung zu Blutergüssen und begleitende Wassereinlagerungen.

Was tun bei Lymph­ödem und Li­pö­dem?

Lymphödem und Lipödem gelten als chronische Erkrankungen. Mit einer frühzeitigen Therapie können die Symptome aber erheblich gelindert werden.

Bei einem Lymphödem wird in der Regel die „komplexe physikalische Entstauungstherapie“ (KPE) angewendet. Sie besteht je nach individuellem Beschwerdebild aus manueller Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Bewegungstherapie und Hautpflege. In der ersten Phase der Therapie erfolgt die Kompression mittels Kompressionsbandagen. Nach Erreichen des maximal entstauten Zustands, ist eine Versorgung mit medizinischen Kompressionsstrümpfen unerlässlich, um das Ergebnis zu halten.

Wenn die Fettverteilungsstörung Lipödem von Wassereinlagerungen (Ödemen) begleitet wird, ist ebenfalls eine komplexe physikalische Ödem-Therapie erforderlich. Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser die Erfolgsaussichten. 

Einen Überblick über unsere Kompressionsversorgung bei Lymphödem und Lipödem finden Sie hier.

Lymphödem und Lipödem
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