Motorische Nervenzellen im Rückenmark sterben bei der fortschreitenden, unheilbaren Erbkrankheit spinale Muskelatrophie nach und nach ab.
Das Absterben der Motoneuronen verursacht Symptome wie Muskelschwund und eine verringerte Muskelspannung. Von der SMA können auch die Atem-, Kau- und Schluckmuskulatur betroffen sein. Die genetische bedingte Erkrankung wird je nach Schweregrad in Typen eingeteilt, wobei der Übergang fließend ist.
Kinder mit Typ 1 SMA, die oft mit Lähmungen der Atemmuskulatur einhergeht, sterben oft schon in den ersten beiden Lebensjahren. Beim Typ2 SMA zeigen sich die Krankheitssymptome meist im Alter zwischen 7 und 18 Monaten. Die Kinder können lernen, ohne Hilfsmittel zu sitzen. Auch ihre Lebenserwartung ist deutlich eingeschränkt. Beim Typ 3 SMA, der ab dem 18. Lebensmonat auftritt, ist der Muskelschwund oft zunächst weniger stark ausgeprägt. Sitzen, Stehen, auch Gehen ist zum Teil möglich. Die Lebenserwartung ist kaum eingeschränkt. Allerdings nimmt die Muskelschwäche bei der fortschreitenden Erkrankung im Lauf der Jahre zu. Sehr selten wird die spinale Muskelatrophie im Erwachsenenalter diagnostiziert (Typ 4).
Bei der Therapie der spinalen Muskelatrophie spielen optimal an Ihr Kind / den Patienten angepasste Hilfsmittel eine zentrale Rolle.
Je nach Typ und Schwere der Erkrankung steht im Mittelpunkt, Beschwerden zu lindern, motorische Meilensteine wie das Sitzen oder Stehen zu erreichen, durch die Muskelschwäche bedingte Funktionsverluste auszugleichen oder Fehlstellungen zu verhindern. Langes Sitzen oder Liegen soll sich so angenehm wie möglich für Ihr Kind anfühlen.
Unserer Orthopädietechnik-Experten haben langjährige Erfahrung in der Hilfsmittelberatung und Hilfsmittelversorgung bei SMA. Das Team Sonderbau fertigt Reha-Hilfsmittel für Ihr Kind auf Maß an.
Auswahl an Hilfsmitteln, die bei spinaler Muskelatrophie infrage kommen: